BELLA ITALIA - Grosseto, Rom und Neapel

Toskana - Grosseto und Castiglione della Pescaia

Los ging es um 04:00 Uhr Morgens in der Schweiz. Rund 700km mit dem Auto trennten uns vor unserem ersten Ziel, Grosseto. Die Hauptstadt der wunderschönen Toskana. 

In Grosseto habe ich vor ab zwei Übernachtungen im L'agriturismo Il Grano di Bramante gebucht. L'agriturismo heisst soviel wie "der Bauernhof". Gelegen zwischen Grosseto und Castiglione della Pescaia war diese Unterkunft perfekt für uns. 

 

Bei der Ankunft mussten wir uns allerdings ein paar mal Fragen ob wir hier wirklich richtig sind. Den die Strasse zum Bauernhof führt etwa 5 Minuten durch toskanisches Niemandsland. Wunderschön anzusehen, aber für das Auto und dessen Federung eine kleine Herausforderung. 

Im L'agriturismo Il Grano di Bramante angekommen wurden wir gleich super herzlich Empfangen. Unser Zimmer Befand sich in einem umgebauten Stall. Der Stall wurde in vier kleine Wohnungen aufgeteilt. 

So sah der umgebaute Stall aus.
So sah der umgebaute Stall aus.

Überall wuchsen wunderschöne Obstbäume und rundherum war absolut nichts zusehen, ausser die weiten Felder des Bauernhofs. Unser Zimmer, Aria, war sehr schön. Wir fühlten uns sofort sehr wohl und haben auch sehr gut geschlafen.

Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, zog es uns auch schon zum ersten Mal an das Meer. Wir fuhren mit dem Auto ins 15 Minuten entfernte Fischerdörfchen Castiglione della Pescaia.

Dieser Ort versprüht einfach so viel Charme, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Darum möchte ich euch einfach mit einigen Bildern zeigen wie schön es dort ist.

Bereits der erste Abend hat uns einen atemberaubenden Sonnenuntergang geschenkt.

Gut gegessen wird natürlcih auch. Meine Favoriten um den Gaumen zu verwöhnen heissen: La Fortezza, Nel Buco und Restaurant da Romolo.

Das La Fortezza bietet guten, frischen Fisch und feinste toskanische Küche an.

Das Nel Buco rustikale und wirklich authentische toskanische Küche.

Und das Da Romolo bietet fantastische Teigwaren sowie die besten frittierten Meeresfrüchte.

 

Für einen Verdauungsspaziergang bietet sich der etwas steile Weg zur Burg hinauf hervorragend an. Durch schöne Gässchen und einen Wahnsinns Ausblick wird man für seine Mühe auch belohnt.

Links seht ihr leckere Bruschetta aus dem Rastaurant Da Romolo und rechts die frittierten Meeresfrüchte.

 

Am nächsten Morgen durften wir ein wunderbares Frühstück auf dem Bauernhof geniessen. Alle Produkte stammten vom Bauernhof selbst oder aus der näheren Umgebung.

Zu essen gab es selbstgemachtes Brot, nur aus Zutaten vom Bauernhof selbst hergestellt, dazu selbstgemachte Marmelade und Honig von den Bienen des Bauernhofs. Leckere, frisch gebackene Kuchen und und und. Ein kleines aber wirklich fantastisches Frühstück. 

Später waren wir gemütlich in Grosseto shoppen und später wieder in Castiglione am Strand.

Rom - Die ewige Stadt

Wisst ihr wieso es "die ewige Stadt Rom" heisst?

Ich erzähl es euch. 

Im Forum Romanum gab es früher einen Runden Tempel, in der die einzige weibliche Priesterschaft lebte. Sie entzündeten das ewige Feuer in ihrem Tempel, es hiess, wenn die Flamme ausgehen sollte, wird auch die Stadt Rom und das römische Reich seinen Untergang erleiden.

Darum also die Ewige Stadt. 

Auch heute brennt noch so eine ewige Flamme in Rom. Diese wird aber im Winter, um kosten zu sparen, für 1-2 Monate abgestellt. 

 

Nach unseren schönen zwei Tagen in der Toskana machten wir uns auf den Weg nach Rom. 180 Kilometer weiter Richtung Süden und wir waren am Ziel.

Hotels in Rom können ganz schön teuer sein. Darum wählten wir eine einfache Bed and Breakfast Pension ca. 20 Minuten vom Vatikan entfernt aus.

Der Besitzer war sehr nett und zuvorkommend. Wir verstauten schnell unsere Koffer und liefen 20 Minuten Richtung Vatikan, wo uns auch schon unsere erste Führung erwartete.

Voller Vorfreude endlich einmal die berühmte Sixtinische Kapelle von innen zu sehen, wurden wir auch gleich enttäuscht.

Die Führung war sehr langweilig und monoton. Da man in der Kapelle zum Schutz der berühmten Fresken nicht reden und fotografieren darf, erklärte man uns die Bedeutungen der Architektur und der einzelnen Bilder 2 Stunden vor einem Schild... 

Naja ich habe die Zeit genutzt um ein paar Bilder eines Innenhofes des Vatikans zu schiessen. 

Nach der scheinbar endlosen Erklärung ging es in die Kapelle. Die nächste Enttäuschung. Das Berühmte Fresko von Michelangelo mit dem Finger von Jesus und Gott ist viel kleiner als ich dachte. 

Weiter ging es im Petersdom. Der ist schon sehr eindrücklich. Darum langweile ich euch nicht weiter mit meinen Worten sondern zeige euch die Bilder vom Vatikan.

Die ernüchternde Führung machte uns hungrig. Auf dem Weg etwas zu essen, liefen wir an der Engelsburg, der spanischen Treppe und dem Pantheon vorbei. Auf dem Weg ist mir ein Restaurant aufgefallen, dass wunderschöne Pastarosen und andere Kunstwerke ausgestellt hatte. Da wollte ich unbedingt essen. Gesagt getan!

 

Der freundliche Besitzer de Bed and Breakfast nimm den Namen wörtlich und serviert das Wunsch-Frühstück ins Zimmer. Ein Träumchen. 

Am heutigen Tag stand eine hoffentlich spannende Führung im Kolosseum an. Zu Fuss liefen wir 45 Minuten dort hin. Auf dem Weg haben wir uns allerdings in so viele Ecken in Rom verguckt, dass wir die Zeit etwas vergessen haben. 5 Minuten zu spät trafen wir beim vereinbarten Treffpunkt ein. Die Gruppe war schon weg. Doch die Agentur schickte uns zusammen mit einem Gehilfen zum Kolosseum zu den anderen. Dort wurden wir trotzdem ganz freundlich empfangen. 

Schon vor dem riesigen  Amphibientheater begann die Führung. 

Den Namen Kolosseum bekam die riesige Arena von einer Kolossalstatue von Kaiser Nero die direkt neben der Arena stand. 

Betreten tut man das Kolosseum über den damaligen Haupteingang, aus dem auch die Gladiatoren in die Arena kamen. Der Ausblick hat schon was ganz besonderes, wenn man von unten auf die grosse Arena blickt.

Die Führung war sehr spannend und die Zeit verging wie im Flug.

Neben dem  Kolosseum befindet sich das frühere Stadtzentrum. Das Forum Romanum. Ohne unser Wissen, haben wir dort auch gleich eine Führung mit gebucht. Zum Glück! Den unser Guide war sehr unterhaltsam und lehrreich zugleich. genau so sollte das sein. Im Forum Romanum findet man den grössten jemals erbauten Tempel der Venus, Cäsars Ruhestätte, den Tempel in dem die ewige Flamme brannte und vieles mehr.

Zu guter Letzt zeige ich euch noch ein paar weitere Eindrücke der ewigen Stadt. Dort hätte ich es gut noch 2-3 Tage länger ausgehalten. Doch der Vulkan im Süden hat gerufen.

Neapel - gefährlichste Stadt Europas?

Wenn einem schon auf dem Weg nach Neapel von drei Italienern abgeraten wird dort hinzugehen bekommt man schon seine zweifel. Also warf ich die Suchmaschine an und die Zweifel wurden grösser. Von einem Reisemagazin wurde Neapel zu schmutzigsten, chaotischsten und gefährlichsten Stadt Europas gekürt.

Warum geht man dann genau dort hin?

Ganz einfach. Das Essen schmeckt halt richtig guuut. Zum sterben guuuut. Hahah nein Spass bei seite. 

Der Grund ist ganz einfach die Umgebung um den Vulkan Vesuv und Neapel herum. 

Da hätten wir zum einen Pompeii und Herculaneum. Städte aus dem Jahre 79 nach Christus.

Die Inselperlen Capri und Ischia mit kristallklarem Wasser und wunderschönen Fauna und süssen Städtchen.

Die Halbinsel Sorrent und die berühmte Amalfi Küste.

Und wirklich das Essen. Die Pizza Margherita wurde in Neapel geboren. Und wer die Instagram Seite Napolifoodporn kennt, weiss das jeder süsse Zahn auf seine Kosten kommen wird.

Alle diese Gründe sprechen also für einen Besuch in dieser Gegend.

 

Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz, eine Stunde nördlich von Neapel und direkt am Meer. Dort verbrachten wir 11 Nächte in einem netten kleinen Bungalow mit kleiner Küche und alles was man sonst noch so braucht.

 

In Neapel selbst haben wir nur einen halben Tag verbracht. Da das Autofahren dort keinen Spass macht und wir doch etwas Respekt vor der Stadt hatten.

Ich recherchierte zuvor welche Viertel nicht gefährlich waren und wo man lecker Essen kann. Das Viertel Scampia sollte man unter allen Umständen meiden.

Wir entschieden uns für das Viertel Vomero, welches auf einem Hügel liegt. Von dort aus kann man die ganze Stadt so wie den Vulkan bewundern. (Sofern sich dieser nicht hinter Wolken versteckt)

Die Autofahrt war wirklich chaotisch in der Stadt und die Parkplätze sind echt teuer. Vor allem die überwachten. Endlich angekommen gingen wir zum Aussichtspunkt und verschafften uns einen Überblick über die Stadt. 

Der Aufstieg machte uns wiedereinmal hungrig. Sushi sollte es diesmal sein. Frischen Fisch gibt es ja genügend in Italien. Und schlechtes Sushi hatte ich in diesem Land auch noch nie. Also let's go.

Das Restaurant heisst Sumo Sushi. Ohne schlechtes Gewissen kann ich sagen, noch nie habe ich so gut Sushi gegessen wie hier. Man kann mit dem IPad ganz einfach bestellen und bekommt kurze Zeit später seine Gerichte. Eine Absolute Empfehlung. Der Reis war absolut perfekt und der Fisch hat absolut frisch und köstlich geschmeckt. auch die diversen Teigtaschen, Nudeln und Spiesse waren einfach nur köstlich und ein Genuss. 

Nach dem Sushi waren wir sowas von voll. Wir machten einen kleinen Verdauungsspaziergang durch Vomero. Und da hat es mich schon wieder erwischt. Ich habe einen Laden entdeckt, der alle meine Wünsche erfüllt hat. Frisch gebackene Croissants mit Schokolade und einer Süssigkeit nach Wahl obendrauf. Der Croissant wird dann vor deinen Augen aufgeschnitten und mit einem Aufstrich deiner Wahl bestrichen. Und wir reden hier nicht von den 08/15 Brotaufstrichen wie Nutella oder so. Nein, selbstgemachte wie white Kinder Bueno, Oreo oder M&M's! Ich war im siebten Himmel als ich abgebissen hatte. Ein warmer Croissant mit warmem white Kinder Bueno Aufstrich und Kinder Card oben drauf.

Herculaneum

Zu guter Letzt reisen wir noch einmal in der Zeit zurück. 79 nach Christus. Viele Denken ja immer nur an Pompeii und Herculaneum wir völlig aussen vor gelassen. Pompeii war neben Rom auch eine der grössten Städten des damaligen reiches. Doch Herculaneum war auch wichtig. Denn es war damals schon ein beliebtes Urlaubsziel. Direkt am Meer gelegen und mit vielen Tavernen ausgestattet hatte der Ort auch damals schon viel zu bieten. 

Pompeii durfte ich schon früher besuchen und kannte ich somit schon, also kann ich auch gut etwas vergleichen.

Tolle Fotos werdet ihr an beiden Orten bekommen. In Pompeii vielleicht etwas die besseren. Doch dafür habt ihr in Pompeii viel mehr Touristen.

Herculaneum ist auch viel kleiner als Pompeii. Dafür ist Herculaneum besser erhalten.

Doch wie sagt man so schön, Bilder sagen mehr als tausend Worte. Hier seht ihr Herculaneum.

Um den Schluss von diesem elend langen Blogpost abzurunden zeige ich euch noch etwas selbst gekochtes vom Urlaub.

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