Kopenhagen Teil 3/3

Freistadt Christiania

Laut Wetterbericht sollte es einer der schönsten Tage de Woche werden. Naja wie es wirklich war seht ihr nachher auf den Bildern. 

Wir machten uns mit der Metro auf den Weg zum Stadtteil Christianshavn. Von dort erreicht man gut die Frelsers Kirke und Christiania.

Das Hippi Stadtteil Christiania besuchten wir auf Grund der nebligen Wettersituation zu erst. Christiania ist eine alternative Wohnsiedlung in mitten von Kopenhagen die seit 1971 besteht. Die Behörden nennen es eine staatlich geduldete autonome Gemeinde. Das Leitbild der Gemeinde lautet wie folgt:

 

„Das Ziel von Christiania ist das Erschaffen einer selbst-regierenden Gesellschaft, in der alle und jeder für sich für das Wohlergehen der gesamten Gemeinschaft verantwortlich ist. Unsere Gesellschaft soll ökonomisch selbsttragend sein, und als solche ist es unser Bestreben, unerschütterlich in unserer Überzeugung zu sein, dass psychologische und physische Armut verhindert werden kann.“

Es war aufjedenfall interessant in der Freistadt Christiania. Doch ein zweites mal wird man mich dort bestimmt nicht antreffen. Zu beginn trifft man auf Farbenfrohe Häuserbemalungen und auf Konstruktionen, welche moderne „Architektur ohne Architekten“ darstellen. 

Die Gestalten die ich dort am frühen Morgen gesehen habe, waren ein gutes Beispiel dafür, warum Anarchie nie funktionieren kann und wird. Auch die Baracken wirkten verwahrlost. Der Nebel sorgte zusätzlich für eine post-apokalyptische Stimmung. Ich und mein Vater wollten diese Kontraste begeistert mit der Kamera einfangen. Bis und mehrmals entgegen geschrien wurde, wir sollen die Kamera sofort verstauen und auf keinen Fall Bilder machen. 

Wir waren an einem Ort angekommen, an dem Hash und Gras verkauft wurde. Wie auf einem Bazar. Die Menschen die mit den Drogen handelten, wollten nicht auf Fotos zusehen sein. Jeder Mensch, der kein Tourist war, stank entweder nach Gras oder hatte eine riesige Lunte im Mund. 

Im ganzen Gebiet gab es Restaurant und Eisdielen. Welche ich nie im Leben betreten hätte. Nach einem kurzen Rundgang hatten wir denke ich alle genug von dieser autonomen Gemeinde ohne Gesetzte.

Ich war richtig erleichtert, als ich das Schild sah mir der Aufschrift "you are now entering the EU".

Wir erhofften uns, das während unserer Zeit in Christiania der Nebel etwas nachlässt. Doch er blieb stur wie der Typ in Christiania der keine Bilder wollte.

Trotzdem legten wir die 400 Stufen zurück um auf die Aussichtsplattform der Frelsers Kirke zu gelangen.

Frelsers Kirke

Der Beginn der Treppe war sehr angenehm. Alle Stufen waren gleichgross aber aus Holz. Je weiter oben man ist, desto ungleichmässiger werden die Tritte und desto steiler wird die Treppe. Auf der Plattform angekommen, könnte man noch ausserhalb des Turmes zum Globus hinauf. Doch die Plattform neigt sich etwas schräg dem Abgrund entgegen. Das half mir nicht wirklich meine Höhenangst zu beseitigen. Desshalb ging ich auch nicht weiter. Meine Freundin und mein Vater wagten sich hinauf. Die Tritte wurden immer schmaler und waren etwas rutschig. Gut das ich unten geblieben bin. 

Ohne den Nebel hätte man eine wunderbare Aussicht auf das Meer und die ganze Stadt Kopenhagen. Der Aufstieg war aber trotzdem ein tolles Abenteuer welches ich bei schönem Wetter jedem weiterempfehlen würde.

Der Blick nach oben zur Frelsers Kirke
Der Blick nach oben zur Frelsers Kirke
Die letzen paar Stufen zum Globus, fotografiert von meiner Freundin
Die letzen paar Stufen zum Globus, fotografiert von meiner Freundin
Sicht von der Aussichtsplattform mit Nebel.
Sicht von der Aussichtsplattform mit Nebel.

Die Kirche selbst hatte leider für Besucher geschlossen. Ein Grund mehr um wieder hierher zukommen.

Von der Kirche marschierten wir in Richtung des Tivoli Freizeitparks.

 


Tivoli

Der Spaziergang durch die Stadt hat richtig Spass gemacht. Bei all den Attraktionen wird man auch nie müde. Leider ist es nicht so einfach bei Nebel so tolle Bilder zu machen wie bei Sonnenschein. Ich habe für euch trotzdem mein Bestes gegeben.

 

Auf dem Weg in den Tivoli Freizeitpark konnten wir uns einen Hot-Dog Stopp natürlich nicht verkneifen. Diesmal war er sogar noch leckerer als beim letzten Mal. Lag vielleicht auch daran, dass wir zuvor nichts gegessen hatten. Ein tolles Frühstück sag ich euch!

 

Rudern durch die Kanäle von Kopenhagen sieht man nicht selten.
Rudern durch die Kanäle von Kopenhagen sieht man nicht selten.
Auch neblig eine tolle Stadt!
Auch neblig eine tolle Stadt!
Ein MUSS, Hot Dog aus Kopenhagen
Ein MUSS, Hot Dog aus Kopenhagen
Moderne Architektur
Moderne Architektur
Die Brücke hinter dem Bild und das Gebäude sind auf einer Dänischen Note zusehen.
Die Brücke hinter dem Bild und das Gebäude sind auf einer Dänischen Note zusehen.
Steht definitiv auf meiner Liste! Frühstück auf dem Boot!
Steht definitiv auf meiner Liste! Frühstück auf dem Boot!
Ausgezeichnet zum Besten Cheesecake der Stadt
Ausgezeichnet zum Besten Cheesecake der Stadt
Der Turm vom Rathaus von Kopenhagen. Vom gleichen Architekt wie der Turm von Siena.
Der Turm vom Rathaus von Kopenhagen. Vom gleichen Architekt wie der Turm von Siena.
Unser Ziel, der Tivoli
Unser Ziel, der Tivoli

Im Tivoli ankommen verzog sich auch der Nebel nach und nach. In der Stadt sah man eher selten blühende Blumen oder Bäume, da der Frühling auch gerade erst begonnen hatte. Doch im Tivoli hat man das Gefühl man befindet sich in einer anderen Zeitzone. Überall schöne Blumen und blühende Pflanzen. Besonders am Abend soll sich ein Besuch im Tivoli lohnen. Keine einziger LED Streifen ist zusehen. Nur schön warme Glühbirnen geben dem Park abends einen ganz besonderen Scharm. Am Anfang im Tivoli befindet sich direkt der Food Court. Dor kann man so ziemlich alles Essen was das Herz begehrt. Meine Freundin und ich wollten allerdings nur Bahnen fahren.

Wir besuchten den Tivoli Freizeitpark an einem Montag Nachmittag. Zeitweise fühlte es sich so an, als wären wir die einzigen Besucher. Wir mussten nirgends Schlange stehen. Alle Bahnen konnten wir sofort benutzen. Zu erst versuchten wir uns an Kinderbahnen, welche überraschend viel Spass gemacht haben. Die erste Achterbahn war ein Zug, der immer auf und ab gefahren ist. Die Zweite Attraktion war ein Turm, der Schaukeln an Ketten um sich trug. Meine Freundin wollte direkt darein als sie den Turm sah. Ich mit meiner Höhenangst war skeptisch. 2 Minuten später fand ich mich ein einer solchen Schaukel wieder. Der Turm fuhr die Schaukeln nach oben und begann sich zu drehen und auf und ab zufahren. Auf halbem Weg nach oben fluchte ich was das Zeug hält um meine Höhenangst zu überdecken. Nach zwei drei Runden hat es allerdings riesen Spass gemacht und wir hatten einen nebelfreien Blick über die Stadt.

Die grösste Achterbahn im Chinatownviertel des Tivolis fuhren wir gleich drei mal hintereinander. Sie war lustig, aber leider etwas zu kurz. 

Danach war ich zum ersten mal auf einem Freefalltower. Gleich zweimal waren wir auf dem Tower. Hier hatten wir wieder eine super Aussicht. Doch das Gefühl wenn der Turm anfängt hochzufahren ist sehr eklig. Auch wenn man oben ankommt und nicht weiss, wann der Turm nun runter fällt. Als wir runter fielen, habe ich so laut geschrien wie noch nie zuvor. Aber das Gefühl ist unbeschreiblich genial.

 

Eingangstor vom Tivoli
Eingangstor vom Tivoli
Blumenpracht im Inneren des Parks
Blumenpracht im Inneren des Parks
Der Turm mit den Schaukeln
Der Turm mit den Schaukeln
Das Gesicht nach der Fahrt auf dem Freefalltower
Das Gesicht nach der Fahrt auf dem Freefalltower

Insgesamt ist der Tivoli ein kleiner aber sehr gepflegter und toller Freizeitpark. Von den Attraktionen hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt. Auch die verschiedenen Essensstände und der Foodcourt machen einen Besuch lohnenswert.

The American Pie Company

Und weil wir uns so tapfer auf den Bahnen des Tivolis geschlagen haben, haben wir uns ein Stück Kuchen verdient. Doch nicht irgend einen Kuchen. Wahrscheinlich die besten American Pies die es in Kopenhagen zu finden gibt. 

PIE wird hier gross geschrieben
PIE wird hier gross geschrieben
Die Auswahl ist auch am späteren Nachmittag noch gross
Die Auswahl ist auch am späteren Nachmittag noch gross
Der Klassiker, Apple Pie
Der Klassiker, Apple Pie
Rhabarber Erdbeer Pie
Rhabarber Erdbeer Pie
Ein Beeren Pie mit Crumble
Ein Beeren Pie mit Crumble
Mastiger Schokoladen Pie
Mastiger Schokoladen Pie

Glücklicherweise durfte ich von allen Kuchen eine grosse Gabel probieren. Den Rhabarber Erdbeer Pie habe ich für mich ausgesucht. Alle Pies waren uuuuunglaublich lecker! Da fällt es extrem schwer einen Favoriten zu wählen. Doch wenn ich müsste, dann würde der Apple Pie das Rennen machen. Aber nur ganz knapp. Alle anderen Pies würden auf Platz zwei Landen. 

Auch das Ambiente in der American Pie Company ist sehr freundlich und einladend. Eine grossartige Mischung aus alt und modern.

 

Um den Gaumen noch ein wenig abzurunden, musste ich noch einen von den vielen herzhaften Pies versuchen.

ich habe mich für einen pulled pork pie entschieden
ich habe mich für einen pulled pork pie entschieden
alle waren begeistert! Schade gibt es den nicht in gross
alle waren begeistert! Schade gibt es den nicht in gross

Ein Lego-Nachbau eines Fans
Ein Lego-Nachbau eines Fans

Leckerbaer

Am letzten Tag heisst es ja immer Abschied nehmen. Um uns den Abschied von unsere Familie und all den leckeren Leckerein etwas zu versüssen, beschlossen wir noch einen kurzen Abstecher in die Konditorei Leckerbaer zu machen. Diese kannte ich von Instagram, wo ich ihre Lemon Meringue Tart gesehen habe. In einem unscheinbaren Seitengässchen findet man die Konditorei. Im Schaufenster sieht man schon die ein oder andere Versuchung.

Der Ladin im Inneren ist typisch dänisch eingerichtet. Überall sind stylische Lampen und die neu moderne Einrichtung passt hervorragend zum alten Gebäude. 

Doch nun genug gelesen, ab zu den Bildern.

Mini Brownie mit salted Caramelsauce und Erdnüssen
Mini Brownie mit salted Caramelsauce und Erdnüssen
Seitenansicht vom Rhabarber Meringue Tart
Seitenansicht vom Rhabarber Meringue Tart

Ich bereutes direkt als wir aus dem Laden wieder hinausgelaufen sind, dass ich nicht mehrere Sachen genommen habe. Meine Linie wir es mir danken. Doch ich komme wieder, keine Frage.

 

Joe and the Juice

Joe and the Juice findet man eigentlich überall in Kopenhagen. Auf dem Flughafen sogar zweimal. Es ist ähnlich wie ein Starbucks. Eher ein modernerer Starbucks. Man bekommt dort gesunde, frisch zubereitete Smoothies und Sandwiches. Oder auch fancy und normalen Kaffee. Die Brote von den Sandwiches erinnern irgendwie an Knäckebrot, schmeckt aber viel besser. 

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